Die Rolle des CFO und wie er Wachstum sicher vorantreibt

Den Fokus auf den Kunden zu setzen, seine Bedürfnisse zu erkennen und für ihn zu lösen, war schon immer wichtiger Teil unserer LucaNet-DNA. Entsprechend haben wir von Minute eins an ein Produkt angeboten, das von Finanzexperten für Finanzexperten gemacht wird.

Unser Versprechen von Kundenfokus und kundenzentriertem Handeln erneuern wir entsprechend immer wieder und überprüfen dafür unseren Weg – auch und gerade jetzt. Denn die Kunden heute sind vermutlich nicht die gleichen wie morgen – eine wichtige Erkenntnis für uns, aber auch für unsere Kunden und Partner.

Um unseren Kunden und seine Herausforderung heute zu verstehen, haben wir zwei Gesprächspartner zum LucaNet-Partnertag 2021 eingeladen, die es wissen müssen: Rene Griemens, Chief Financial Officer, Volocopter GmbH, und Sebastian Hartmann, Chief Technology Strategist, KPMG. Beide diskutierten mit uns die Rolle des modernen CFO (Chief Financial Officer) und klärten unter anderem folgende Fragen:

  • Was muss ein guter CFO mitbringen?
  • Wie hat sich seine Rolle in den letzten 15-20 Jahren geändert?
  • Welche Veränderungen sind zukünftig zu erwarten?
  • Was bedeutet das für Beratungsfirmen oder PSF (Professional Services Firms), die mit CFOs zusammenarbeiten?
  • Und welche Rolle spielen Technologie und Software-as-a-Service (SaaS) in diesem Zusammenhang?

Was ist der Schlüssel zum Erfolg für einen modernen CFO?

Gleich zu Beginn der Keynote fragten wir Rene Griemens von Volocopter nach den Erfolgsfaktoren eines CFO. Er fasste dies auch in Hinblick auf seine persönlichen Erfahrungen wie folgt zusammen:

Der CFO darf Fehler machen. Aber er muss aus ihnen lernen

Fehler passieren und das ist okay. Es geht für die Leitung der Finanzabteilung nicht darum, Irrtümer und Fehlentscheidungen grundsätzlich zu vermeiden. Doch zweimal darf er dieselben nicht machen.

Der CFO ist kein Experte, aber schart sie um sich.

Die Rolle des CFO ist nicht, Experte zu sein. Jedoch muss er sich mit Fachleuten umgeben – und zwar mit den allerbesten. Sein Team, seine Controller oder auch Buchhalter übernehmen für ihn den Expertenjob.

Der moderne CFO setzt frühzeitig auf die richtige Technologie.

Statt auf kostengünstige Buchhaltungs-Tools sollte der CFO in kleinen und wachsenden Unternehmen schnellstmöglich auf die richtigen ERP-Technologien setzen und so Automatisierung beispielsweise im Bezahlsystem oder Konsolidierungssystem ermöglichen. Spart er hingegen im frühen Stadium an falscher Stelle, kann eine spätere Umstellung deutlich kostenintensiver und schmerzhafter für sein Unternehmen werden.

Die Führungsdimension der CFO-Rolle bedeutet, dass man nicht nur finanzieller, sondern auch strategischer Partner des CEO ist.

rene griemens von volocopter

Rene Griemens

Chief Financial Officer
Volocopter GmbH

Wie hat sich die Rolle des CFO in den letzten Jahren verändert?

Die Erfolgsfaktoren der Finanzleitung lägen damit zusammengefasst auf dem Tisch. Was aber ist an den Aufgaben des CFO anders als früher? Und warum?

Die Erkenntnis aus dem Gespräch: Zahlreiche Innovationen im Bereich Finanzen und Digitalisierung trugen in den letzten Jahren zur neuen Rolle des CFO bei. Und ein wesentlicher Punkt ist, dass er heute nicht nur finanzieller, sondern auch strategischer Partner des CEO ist.

Das bedeutet für den CFO auch, dass er das Wachstum nicht behindern, sondern vielmehr unterstützen muss – durch neue Hebel und kreative Wege, die er auftut. „Wie und mit welchen Investoren lassen sich Innovationen finanzieren und Ziele erreichen?“, ist damit eine der zentralen Fragen in der Finanzführung.

Herausforderungen des CFO

Innovationen treiben und ermöglichen ist ein Punkt. Und der CFO schlägt in seiner neuen Rolle auch immerzu die Brücke zwischen der finanziellen und der geschäftlichen bzw. kommerziellen Seite. Wie oben angesprochen bedeutet das auch, dass ERP-Systeme nötig sind: Diese unterstützen den operativen Betrieb, dürfen nicht zu komplex sein, das Geschäft behindern und helfen dem Unternehmen dabei, Technologien aufzubauen, die skalierbar sind.

Auch durch den ständigen Kreislauf des digitalen Geschäfts sind immer mehr Technologien erforderlich – wie in jedem anderen Bereich auch in der Finanzabteilung: Denn automatisierte Prozesse und eine agile Budgetplanung sind ein absolutes Muss.

Die Hauptherausforderung aber für den CFO bei all dem Fortschritt und Wandel ist: Schritt halten, agil bleiben, nicht stehen bleiben. Und dafür auch auf die richtigen Tools setzen, die das ermöglichen.

In diesem Zusammenhang erzählte Sebastian Hartmann (KPMG), dass sich viele Unternehmen damit schwertun, Mittel für Innovationen zur Verfügung zu stellen oder mit dem Innovationsbudget umzugehen. Ein Fakt, der laut Hartmann belegt, wie groß die Bedeutung des CFO gerade in wachsenden Unternehmen ist – auch wenn es um digitale Bedürfnisse geht: Die Finanzleitung gibt die notwendigen Mittelblöcke frei und schaut in enger Abstimmung mit den anderen Führungskräften, wo Bestehendes genutzt und Neues erobert werden kann.

Technologie, die Innovationen ermöglichen, dürfen dementsprechend keineswegs als Kostenfaktor angesehen werden, sondern als Investition, die Mehrwert schafft und Visionen wahr macht.

Technologie stellt heute meistens nicht einfach nur einen Kostenfaktor dar, sondern schafft Mehrwert, Wettbewerbsvorteile und treibt Umsatz. Diese Zusammenhänge gilt es im Hinterkopf behalten - und systematisch abzubilden.

sebastian hartmann von kpmg

Sebastian Hartmann

Chief Technology Strategist
KPMG

Wie Beratungsfirmen mit der neuen Rolle des CFO umgehen

Die veränderte Rolle des CFO wirkt sich auch auf Beratungsfirmen wie die KPMG und ihr Angebot aus. Laut Hartmann verfügen viele Kunden über deutlich bessere Informationen und Zugänge zu Methoden, Technologien und Wissen. Sie haben außerdem eine genauere Vorstellung davon, was sie brauchen. Und wie

Das heißt für die eigenen Geschäftsmodelle der Berater: Stundenbasierte Abrechnungsmodelle werden ersetzt durch einen stärken Fokus auf Ergebnisse oder Leistung - d.h. neben "Managed Services" werden wir „Knowledge-as-a-Service“, „Software-as-a-Service“ (SaaS) oder auch plattformgetriebene Modelle zunehmend im Markt sehen. Und dafür muss eine neue Form der Bepreisung her.

Gleichzeitig gehen Berater aber auch neue Risiken ein: Sie verkaufen ein konkretes Ergebnis, wofür sie alle Prozesse genau unter Kontrolle haben und effizienter arbeiten müssen. Technologie und smarte Lösungen gehören unweigerlich zu diesem Mix dazu – aber nicht als Kostenpunkt, sondern als positive Komponente – nämlich um Ziele zu erreichen.

Mit dem richtigen Partner zur idealen Software

Die Technikrevolution ist in vollem Gang. Seit Jahren und schnelllebig. Das Technikangebot nimmt zu, die Zahl der Technik-Anbieter und auch die der Berater und Dienstleister. Hier die richtigen Partner und die ideale Software zu finden, um sicher aufgestellt voranzugehen, wird schnell zu Herausforderung. Für Unternehmen direkt und auch für die Beratungsunternehmen.

Rene Griemens und Sebastian Hartmann empfehlen ihren Kunden und Kollegen in diesem Zusammenhang folgendes Vorgehen:

  1. Mit Leuten arbeiten, die Verantwortung zeigen, Projekte mit Begeisterung für den Bereich vorantreiben und einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen.
  2. Auf intelligente Partner setzen, die mehr Know-how mitbringen als der CFO und sein Team.
  3. Keinesfalls am Berater sparen. Denn der falsche bringt keinen Mehrwert, der richtige hingegen macht Sprünge möglich, die ohne ihn undenkbar wären.
  4. Die Auswahl der Business-Software den externen Experten überlassen. Sie kennen sich am besten mit dem Markt aus und erstellen aufbauend auf einer kurzen, prägnanten User-Story eine Anforderungsliste für die Software.
  5. Den Prozess zügig voranbringen. Hierfür sollte der Chief Financial Officer exakt wissen, was gewünscht ist und wohin die Reise gehen soll. Dabei darf er jedoch nie das Jetzt aus dem Blick verlieren und durch Fehllagerung der Kapazitäten das Wachstum seines Unternehmens bereits im Keim zu ersticken.

Was muss eine Software mitbringen, um CFOs in ihrer neuen Rolle zu unterstützen?

Sowohl Rene Griemens als CFO von Volocopter als auch Sebastian Hartmann von der KPMG arbeiten mit LucaNet. Für sichere Zahlen und Agilität des eigenen Unternehmens oder ihrer Kunden. 

Natürlich interessierte uns zum Schluss des Gesprächs noch brennend die Frage, was ihrer Meinung nach eine Software bieten muss, um sich schnell anpassen und einbauen zu lassen. Grob zusammengefasst war ihre Antwort:

Die ideale Software muss den jeweiligen Bedürfnissen entsprechen, flexibel sein, wachsen lassen. Und auch die Integration mit den großen Ökosystemen ist ganz wesentlich für die Annahme und Entwicklung von Softwaresystemen. Das heißt: Die Softwarelösungen müssen sich mit den ganz großen B2B-Playern wie Microsoft auseinandersetzen.

Zudem ist laut unseren beiden Gesprächspartnern wichtig, dass sich die Software schnell implementieren und umsetzen lässt und alle gut mit ihr arbeiten können:

  • der PSF als Berater, der sowohl Kunde des Softwareanbieters ist als auch der Go-to-Market-Partner und zum Erfolgsteam des Kunden gehört
  • und der Kunde selbst – spätestens dann, wenn der Berater das Unternehmen verlässt.

Mehr zu „The Modern CFO – Wie sich die Rolle des CFO verändert“

Natürlich kann ein Blogartikel nicht so tief und vor allem bei Weitem nicht so lebendig in dieses wichtige Thema eintauchen, wie wir es in der hochkarätig besetzten Diskussion konnten. Daher laden wir Sie ein: Holen Sie sich aus erster Quelle noch mehr Informationen zu den Anforderungen des modernen CFO, zu den Merkmalen und Herausforderungen des sich rasch verändernden Markts und wie SaaS-Lösungen Unternehmen unterstützen, sicher zu wachsen.

Erfahren Sie in der rund 40-minütigen Keynote-Videoaufzeichnung unseres LucaNet-Partnertages 2021, wie Sie Ihr Unternehmen sicher nach vorne bringen: mit den richtigen Ansätzen, Fragestellungen und Partnern, die bei der Entscheidung für die richtige Software bzw. Saas-Lösung an Ihrer Seite stehen.

Keynote-Aufzeichnung ansehen

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren