ESEF iXBRL-Reporting: Update im aktuellen Gesetzentwurf

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Neuer Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 22. Januar 2020

Für das Reporting von Unternehmen ergeben sich mit ESEF (European Single Electronic Format) zukünftig unmittelbare, neue Herausforderungen. Am 22. Januar 2020 hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf veröffentlicht, der sich substanziell vom vorangegangenen Referentenentwurf unterscheidet. Von der ESEF-Verordnung betroffene Unternehmen dürften aufatmen.

Was kommt mit dem ESEF-Reporting auf die Unternehmen zu?

Zu den neuen gesetzlichen Anforderungen an Jahresfinanzberichte kapitalmarktorientierter Unternehmen ab dem 01. Januar 2020 haben wir bereits am 13. Januar ausführlich berichtet. Lesen Sie dazu mehr im Blog-Beitrag "ESEF und iXBRL – neue Herausforderungen".

Aufgrund der spezifischen deutschen Vorschriften über die Jahresabschlussprüfung wird aktuell ein weiterer nationaler Implementierungsakt diskutiert.

Das zuständige Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) hat deshalb am 23. September 2019 einen Referentenentwurf vorgelegt, welcher Änderungen der handelsbilanziellen Vorschriften mit sich bringen sollte. Der Referentenentwurf des Ministeriums sah zunächst eine sogenannte Aufstellungslösung vor. Demnach hätte der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers auch die im Jahresfinanzbericht enthaltenen Rechnungslegungsberichte im iXBRL-Format umfasst. Diese Anforderung ginge jedoch über die durch die ESEF-Verordnung im Rahmen eines einheitlich europäischen Reportings gestellten Anforderungen hinaus.

Neuer Regierungsentwurf der Bundesregierung vom 22. Januar 2020

Nach deutlicher Kritik seitens der Interessenvertreter der Wirtschaft (u.a. vom BDI, Deutschen Notarverein, Siemens AG) an der Aufstellungslösung, hat der Gesetzgeber nun nachgebessert und am 22. Januar 2020 einen Regierungsentwurf des „Gesetz zur weiteren Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie im Hinblick auf ein einheitliches elektronisches Format für Jahresfinanzberichte“ vorgelegt.

Regierungsentwurf kippt das ursprüngliche Aufstellungsformat

Die noch im Referentenentwurf vorgesehen Aufstellungslösung wurde zugunsten der präferierten Offenlegungslösung ersatzlos gestrichen, so dass sich hierdurch deutliche Erleichterungen beim Prozess der Jahresabschlusserstellung ergeben.

Die damit einhergehenden Erleichterungen resultieren vor allem aus der Tatsache, dass Vorstände und Aufsichtsräte für die Billigung des Jahresabschlusses im ESEF-Format keine Beurteilung technischer Fragestellungen vornehmen müssen. Die nun geplante Umsetzung der ESEF-Verordnung in Verbindung mit der Transparenzrichtlinie als Offenlegungsformat dürfte die betroffenen Unternehmen daher aufatmen lassen.

Was bedeutet das für die von ESEF-betroffenen Unternehmen?

  • Die grundlegenden Aufstellungsregelungen von Jahres- und Konzernabschlüssen sowie (Konzern-)Lageberichten bleiben unverändert.
  • Entsprechend der neuen Verordnung hat die Offenlegung der Abschlüsse und Lageberichte ESEF-compliant zu erfolgen, konkret bedeutet dies, dass eine Offenlegung im XHTML-Format inklusive taxonomischer Auszeichnung der IFRS-Konzernabschlüsse nach Maßgabe der ESEF-Verordnung mithilfe der iXBRL-Technologie („Tagging“) zu erfolgen hat.

ESEF-Reporting mittels des XBRL-Taggers

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Wie funktoniert der XBRL-Tagger?

  • Der XBRL-Tagger basiert auf der XBRL-Engine und setzt die technische Etikettierung („Tagging“) der Finanzdaten um.
  • Das Label (oder auch Tag) wird in der iXBRL-basierten Sprache dargestellt und ermöglicht so ein ESEF-konformes Reporting.

Das bietet Ihnen der XBRL-Tagger im Rahmen des iXBRL-Reportings:

  • Automatisierte Verarbeitung Ihrer Finanzdaten über einen generischen Prozessor
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  • Einfaches Tagging
  • Schnelles Mapping
  • Flexible Druck- und Ausgabeformate für das erstellte Reporting

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