Wie Pflegeeinrichtungen ein Leben voll Würde und Glücksmomenten schaffen können

mitarbeiter und bewohner von senecure lächeln in die kamera

Schon gewusst? LucaNet betreut weltweit Kunden aus unterschiedlichsten Bereichen wie Bauen und Wohnen, Elektronik und Optik, Forschung und Entwicklung, Pharma und Medizin, Medien und Kommunikation … und auch aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales. Zu letzteren zählt SeneCura Kliniken- und HeimebetriebsgmbH – mit rund 65 Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen in Österreich einer der Markt- und Innovationsführer. Und weil wir von LucaNet immer gern über den Tellerrand schauen, haben wir einmal nachgefragt: Was macht SeneCura als Marktführer unter den Pflegereinrichtungen aus und wie können ihre Häuser und Mitarbeiter zum Altern in Würde und Glück beitragen?

Interview mit Michael Baminger, Leitung Controlling SeneCura Kliniken- und HeimebetriebsgmbH

Herr Baminger, das Motto der SeneCura Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen lautet „Näher am Menschen“. Wie genau leben Sie Ihr Motto?

Michael Baminger: Unsere „Näher am Menschen“-Philosophie leitet uns im Umgang mit Bewohnerinnen und Bewohnern, ihren Familien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Lieferanten, Partnern und öffentlichen Stellen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Menschenwürde bis zum letzten Augenblick des Lebens erhalten bleibt. Und zwar ermöglichen wir auch in Phasen größter Hilfsbedürftigkeit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern ein Altern in Würde. Mit unterschiedlichen Angeboten tragen wir zu mehr Lebensfreude der von uns betreuten Menschen bei.

Dazu zählt der sogenannte Jahreswunsch, bei dem wir kleinere und größere Wünsche erfüllen. Zu unseren Angeboten zählen auch der Urlaubsaustausch, bei dem man einen anderen SeneCura-Standort in Österreich besucht, oder das Candle-Light-Dinner. Letzteres richtet sich an die Bewohnerinnen und Bewohner, die kein Restaurant mehr besuchen können. Für sie holen wir das „Haubenlokal“ ins Haus. Wir gestalten für sie und ihre Familie oder Freunde einen besonderen kulinarischen Abend in festlichem Rahmen.

Im Prinzip versuchen wir, den Menschen so oft wie möglich eine kleine Freude oder Überraschungsmomente zu bereiten. Wir wollen das Leben einfach ein bisschen schöner für sie gestalten. „Näher am Menschen“ gilt selbstverständlich auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir fördern sie umfassend und schaffen ihnen bestmögliche Rahmenbedingungen für ihre verantwortungsvolle und fordernde Pflegetätigkeit.

Innovative Maßnahmen der Pflegeeinrichtungen von SeneCura

Gibt es noch andere Bereiche, in denen Sie sich unterscheiden oder innovativ sind?

Michael Baminger: Oh ja, da kann man schon noch einiges ergänzen.

1. „Fit und Aktiv 77+“ beispielsweise: Wo möglich, richten wir Fitnessstudios mit speziellen Geräten für Seniorinnen und Senioren in unseren Pflegeheimen ein. Dort bieten wir ein seniorengerechtes Fitnesstraining an. Aber wir öffnen die Studios auch für Nachbarn, die 77 Jahre oder älter sind. So findet ein Austausch statt. Es kommt Leben ins Haus.

2. In vielen Häusern haben wir Kindergärten: Die Kinder haben mit den Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinsame Aktivitäten. Sie teilen sich den Garten und feiern zusammen Feste. Da werden Barrieren abgebaut. Man erlebt sich als Teil einer Gemeinschaft. Jung und Alt profitieren davon. Das ist sehr inspirierend.

„Wir setzen uns dafür ein, dass die Menschenwürde bis zum letzten Augenblick
des Lebens erhalten bleibt.“
– Michael Baminger, Leitung Controlling SeneCura Kliniken- und HeimebetriebsgmbH

3. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist unsere wissenschaftliche Arbeit. Wir investieren sehr viel in die Forschung zu unterschiedlichsten Themen wie Demenz oder Schmerz-Management. Im Forschungsprojekt „OSiA“ („Ohne Schmerz im Alter“) haben wir herausgefunden

  • wie viele Bewohnerinnen und Bewohner an chronischen Schmerzen leiden,
  • wie wir Schmerzen beim hochgradig an Demenz erkrankten Menschen erkennen und vor allem
  • wie wir die Schmerzbehandlung verbessern können.

Unser Kooperationspartner war hier – wie auch bei vielen anderen Projekten – die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Salzburg. Auch hier sind wir „Näher am Menschen“. Schon beim Einzug ins Pflegeheim wird ein Schmerz-Assessment durchgeführt. Das wird laufend evaluiert. Natürlich alles in enger Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten.

4. Unser diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal absolviert zudem den Lehrgang zur „Pain Nurse“ an der PMU Salzburg. Damit verfügt es über eine fachliche Kompetenz, die in Österreich einmalig ist. Im nächsten Schritt haben wir in einem weiteren Projekt mit der PMU Salzburg die Wechselwirkungen zwischen Medikamenten untersucht. Das Phänomen der „Polypharmazie“ ist bei hochaltrigen Menschen relativ häufig. Denn viele Krankheiten erfordern im Laufe des Lebens auch eine dauerhafte Einnahme von Medikamenten. In enger Kooperation mit den

  • behandelnden Ärztinnen und Ärzten,
  • den Apotheken und
  • unserem speziell geschulten Pflegepersonal

werden die Therapien laufend evaluiert und optimiert. Bei hochbetagten, multimorbiden Menschen ist das schon eine große wissenschaftliche Herausforderung. Der hat sich bis dato in Pflegeheimen noch niemand wirklich gestellt.

5. Sehr stolz sind wir auch auf unser Sozialzentrum in Grafenwörth/Niederösterreich. Es wurde als erste Einrichtung Österreichs – und zweite weltweit – vom Validation Training Institute für sein hervorragendes Demenzbetreuungskonzept zertifiziert. Die betreuten Menschen leben in gemütlichen Wohngruppen zusammen.

Die Gestaltung der Wohn- und Gartenbereiche wirkt sich besonders auch bei Menschen mit Demenz auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität aus. Ein spezielles, auf wissenschaftlichen Studien basiertes Bau- und Raumkonzept kommt den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner entgegen. Zudem gibt es ihnen Sicherheit. Nicht nur das Pflegepersonal, sondern das gesamte Team ist in Validation geschult. Das ist eine Kommunikationsmethode, die zu einem besseren Verständnis für Menschen mit Demenz führt.

Pflegeeinrichtungen früher und heute. Was sich – auch bei SeneCura – geändert hat

Die Menschheit wird immer älter. Das bringt etliche Herausforderungen mit sich. Wie sehr hat sich „Pflege“ verändert und wie könnte das Pflegekonzept der Zukunft aussehen?

Michael Baminger: Grundsätzlich will natürlich jeder möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben. Und es geht auch darum, eine „Ghettoisierung“ von alten Menschen zu vermeiden – sie nicht abzuschotten oder abzuschieben. Finanziell ist es jetzt schon fast unmöglich, ältere Menschen, die nicht mehr allein zurechtkommen, voll zu betreuen. Wir brauchen unterschiedliche Angebote wie

  • Nachbarschaftshilfen,
  • mobile Betreuung und Pflege und
  • alternative Wohnmodelle.

Es ist wichtig, dass ältere, pflegebedürftige Menschen weiter am Leben teilhaben können. Sie müssen weiterhin soziale Kontakte pflegen können. Deswegen führen wir unsere Pflegeheime als Sozialzentren und Häuser der Generationen. Wir schaffen Begegnungsräume für Jung und Alt. Auch was die Pflege an sich betrifft, hat sich sehr viel getan. Es wird mehr geforscht und es gibt mehr evidenzbasiertes Wissen. Das führt zu einer besseren Ausbildung der Pflegekräfte.

Oder schauen wir uns die Bauten an. Ein Pflegeheim vor 20 Jahren sah eher wie ein Krankenhaus aus. Heutzutage sind diese Einrichtungen so gebaut, dass sich die betreuten Menschen darin wohlfühlen. Sie finden hier ein Zuhause – hell und gemütlich, mit offenen Gemeinschaftsräumen und Begegnungszonen. Da hat sich wirklich sehr viel getan. Und man geht viel mehr auf den Menschen ein als früher.

Von bewegenden Momenten in Pflegeeinrichtungen von SeneCura

Können Sie von einer besonders schönen Anekdote berichten?

Michael Baminger: Da gibt es natürlich viele. Aber eine, die mich sehr berührt hat, war die Geschichte eines kaum noch mobilen Bewohners, der als Berufssoldat weltweit bei UN-Einsätzen unterwegs gewesen ist. Er hat ein sehr aktives Leben geführt. Sein sehnlichster Wunsch war: noch ein einziges Mal auf einen Berg hinaufzukommen, auf dem er früher viel Zeit verbracht hat.

Diesen Wunsch konnten wir ihm erfüllen. Und zwar indem er mit einem Geländewagen – so hoch es ging – hinaufgefahren wurde. Das letzte Stück hat ihn der Pfleger getragen. Dort oben konnte er dann in der Sonne sitzen und mit Leib und Seele, einfach mit allen Sinnen, den Augenblick genießen. Das war nicht nur für den Bewohner ein unfassbarer Glücksmoment, sondern auch für den Pfleger.

Über den LucaNet-Kunden SeneCura

„Soziale Wärme, finanzierbar gemacht!“ – SeneCura ist in Österreich einer der Markt- und Innovationsführer. Rund 3.000 Mitarbeiter sind bei der Unternehmensgruppe tätig. SeneCura ist bekannt für alternative Pflegeangebote und Wohnformen im Alter. SeneCura bietet unter anderem

  • Demenzstationen,
  • Intensiv- und Wachkomapflege,
  • integrierte Kindergärten,
  • Neuro- und Psychorehabilitation,
  • rehabilitative Übergangspflege,
  • Ambulatorien für physikalische Medizin und Dialysezentren,
  • Hauskrankenpflege,
  • 24-Stunden-Betreuung und Hospizbegleitung,
  • Generationenhäuser und Apartments für Betreutes Wohnen.

LucaNet freut sich, dieses innovative Unternehmen zu seinen Kunden zählen zu können. Das alte ERP-System (Enterprise Resource Planning) für Planung, Konsolidierung und Controlling stieß bei dem schnellen Wachstum von SeneCura an seine Grenzen. Die Softwarelösungen von LucaNet hingegen konnten schnell überzeugen: Auf komfortablem Weg machte die Financial-Performance-Management-Software die Konsolidierung von über 50 Gesellschaften, die transparente Intercompany-Abstimmung sowie die Integration von Plan-GuV (Gewinn- und Verlustrechnung), Cashflow und Bilanz möglich.

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